Hochstahl / Aufseß 2018

Es wurde mal wieder Zeit nach Bier-Franken zu fahren. Zudem haben wir Hilde und Wolfgang lange nicht mehr gesehen. Wolfgang und Hilde wohnen in Oberfranken am Döbraberg. Auf dem Döbraberg steht eine Sende-Empfangsanlage der Deutschen Flugsicherung, also mein früheres Betätigungsfeld. Wolfgang ist dort unser örtlicher  Vertrauensmann. Wir haben uns am 24.9. auf den Flixbus nach Hof gesetzt. Mal richtig ungewohnt, keine Fahrräder dabei zu haben. Der Bus war pünktlich um 13:45 am Hofer Hauptbahnhof. Die beiden warteten schon auf uns. Noch eine kurze Kaffeepause und es ging weiter nach Hochstahl in der Brauereigemeinde Aufseß. Wir hatten zwei Zimmer im Brauereigasthof Reichold reserviert. Aufseß ist der Weltmeister in der Brauereidichte, auf 1500 Einwohner kommen 4 Brauereien.

Es gab viel zu erzählen, schließlich kennt man sich ja schon seit 1990. Im Gasthof kann man gut essen und vor allem trinken und das zu echten Friedenspreisen. Dienstag ging es früh zum berühmten Kathibräu, besonders beliebt bei Motorradfahrern. In der Gegend bekommt man keinen Motorradführerschein, wenn man nicht mindestens eine Fahrstunde dorthin gemacht hat. Es wird dabei natürlich nur Kaffee getrunken, wirklich. Bei uns nix, kein Bier vor vier, sondern um halb elf. Anruf bei meiner Ex-Kollegin Katja, zum Geburtstag. Ihre Funkausbildung bei mir hatten wir auf dem Döbraberg abgeschlossen, quasi als Sahnehäubchen. Döbraberg war für mich immer ein kleines Stück Urlaub, schon wegen Kaffee und Kuchen bei Hilde und Wolfgang.

Am Mittwoch ging es nach Tüchersfeld und zur Sophienhöhle. Wolfgang hatte unterwegs ein Maleur, seine Schuhsohlen lösten sich auf. Es gab aber schnell Ersatz beim Lidl in Gössweinstein. Auf dem Rückweg sind wir in Sachsendorf im dritten Brauereigasthof eingekehrt. Bärbel und ich sind die gute Stunde nach Hochstahl gelaufen, während Hilde und Wolfgang gefahren sind.

Donnerstag ging es dann zurück nach Hof. Allerdings waren wir vorher noch bei Hilde und Wolfgang Kaffee trinken und ein paar Oberfränkische Spezialitäten einkaufen. Noch ein Geburtstaganruf, beim Ex-Kollegen Frank aus Erfurt, der meinen Part auf dem Döbraberg übernommen hat. Der Bus ging pünktlich, bei Leipzig war die A9 allerdings wegen eines schlimmen Unfalls voll gesperrt. Die Umfahrungen waren deshalb auch entsprechend voll. Mit einer einstündigen Verspätung waren wir in Berlin. Das ging noch.