Bildergalerie, ab 2018

Frühling mitten im Winter in Berlin. Die neue Leica-CL-Kamera umgehängt und zur Steglitzer Saarstraßen Brücke geradelt. Unter mir links sieht man die Gleise der Wannsee-Bahn, die erste Bahnstrecke Berlins nach Potsdam, eröffnet 1838. Wannsee-Bahn deshalb, weil man mit ihr zum Strandbad Wannsee fahren konnte. Conny Froboess: "Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nichts wie raus nach Wannsee". Rechts ist die, in den Sechziger Jahren umstrittene, Westtangente zu sehen. Ohne sie, wäre der Verkehr kaum zu bewältigen. Man könnte es natürlich auch umgekehrt sehen, ohne Stadtautobahnen wäre es weniger Verkehr, weil das Autofahren unattraktiver wäre. Viele schöne Steglitzer und Friedenauer Häuser wurden dafür abgerissen. S-Bahn und Autobahn zerschneiden die beiden Bezirke, mit  nur relativ wenigen Übergängen. Man sieht in der Mitte den Schöneberger Gasometer, der schon lange außer Betrieb ist. Inzwischen ist dort unten ein Fernsehstudio eingebaut. Im Hintergrund der 8 km entfernte Fernsehturm am Alexander-platz. Früher war er für Westberliner noch weiter weg. Neulich sah ich hier einen Maler, der die Szenerie in Öl malte. So bin ich auf die Idee zu dem Foto gekommen.

Blick von der Saarbrücke in Steglitz


Bärbel auf der Grünen Woche


"Winter" in Berlin, kein Schnee, minus 1 Grad, blauer Himmel. Vor 10316 Tagen hätten wir bei so einer Ostwind-Hochdrucklage noch Smog gehabt, obwohl wir bis dahin eine hermetisch dichte Grenze nach Ostberlin  mit  der vielen Braunkohlefeuerung hatten.

Kaum gesagt, schon passierte es. Gestern Abend gab es den, von früher gewohnten Geruch. Wird wohl jetzt wohl weiter aus dem Osten herkommen.

Heute, am 5. Februar 2018 ist das Monstrum Berliner Mauer genau so lange weg, wie sie gestanden hatte. Das Wetter ist Grund genug, sich mal wieder die neue CL zu schnappen.

Das Rathaus Steglitz

 

Der Kreisel wird zum Wohnhaus umgebaut, der nächste Skandal kündigt sich an


Meine Ex-Kollegin Monika war zu Besuch in Berlin. So kommt man wieder in die Stadt. Topografie des Terrors, KaDeWe, Zoologischer Garten usw.

St. Marien Kirche und der Fernsehturm am Alexanderplatz


Knautschkes und Boulettes Erbe bei den Flußpferden


Oldtimer Rallye, Start am Reichstag, am 4. Mai 2018. Tolle Autos und viel Gestank. Ungewöhnliche Motive für einen Totalverweigerer.

Der Star der Rallye, ein Auburn Speedster 851 (1967). 7,5 l Hubraum, 17-27 l pro 100 km

Wahrscheinlich das Auto von "Cruella De Vil" aus Walt Disney's "101 Dalmatiner". Wer diesen Film nicht kennt, der sollte ihn sich unbedingt anschauen. Der Wagen ist allerdings jünger als der Film, der schon 1961 heraus gekommen ist. Das Auto ist halt auf retro gemacht. Das hat Bärbel heraus bekommen.


Das schönste Auto überhaupt, ein Mercedes 190 SL

 

Porsche 356, ein wirklicher Klassiker


Ausflug ins Umland. Mit der S-Bahn sind wir nach Hegermühle gefahren. Das ist in der Nähe von Strausberg und man braucht von Steglitz eine gute Stunde. Von dort ging es nach Buckow, in der Märkischen Schweiz. Die dortige Reha-Klinik haben wir links liegen gelassen, obwohl man mich dort vor knapp 5 Jahren recht gut wieder hergerichtet hatte. Weiter ging es in Richtung Neuhardenberg, ehemals Marxwalde. Die Ostgoten hatten nicht viel mit den "Von Hardenbergs" am Hut. Wie man jedoch ausgerechnet auf die Umbenennung von Neuhardenberg nach Marxwalde gekommen ist? Richtig, der Wald von Karl Marx. Einfältiger geht es kaum noch. Die Gegend um Neuhardenberg ist jedenfalls recht weit ab vom Schuss. Man redet so viel von der digitalen Versorgung des flachen Landes. Dort gibt es jedoch noch nicht einmal Straßen, auf denen man ordentlich Radfahren kann. Da nutzen nicht mal 50 Megabit pro Sekunde. Starke Katzenköpfe mit einem Randstreifen aus märkischen Tiefsand. Ja, es gibt richtig abgehängte Regionen, deren sich jetzt die neue Rechte annimmt. Im Schloss Neuhardenberg haben wir die Fotoausstellung von Erich Salomon bewundern können. Wir waren die einzigen Besucher dort, kein Gedränge. Salomon war ein Fotograf der Kultur und Politik der späten Weimarer Republik. Die Nazis haben ihn 1944 in Auschwitz umgebracht. Auch der Kenner der Politik hatte es nicht geschafft, ihnen zu entkommen.

Bärbel am Europa-Radweg R1, an dieser Stelle haben wir schon oft gestanden


"Verbindungsstraße" zwischen Hermersdorf und Wulkow, fast 30 Jahre nach der Wende. Auch der Linienbus muss sich hier durchquälen



Wird fortgesetzt

 

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